Zahnstation

Zahnerkrankungen sind sehr häufig bei Hund und Katze. Unsere Haustiere haben ebenfalls- wie wir Menschen- ein Milchgebiss, welches Hunde und Katzen zwischen dem 5. und 6. Lebensmonat wechseln. Schon ziemlich bald nach der Geburt können Fehlstellungen von Ober- und Unterkiefer festgestellt werden. Ein zu kurzer oder zu langer Unterkiefer kann zu einer Behinderung im Kieferschluss führen und im Extremfall kommt es zu einem unvollständigen Schluss des Maules.

 Vor allem Kleinhunde neigen dazu, dass Milchzähne nicht ausfallen und die bleibenden Zähne neben diesen vorbeischieben. Dies kann zu einem Abdrängen der bleibenden Zähne führen. Wenn der bleibende Zahn (häufig der Eckzahn) in etwa die Hälfte des Milchzahns erreicht hat, sollte dieser ausfallen. Tut er dies nicht, sollte mit dem Tierarzt über die Entfernung der Milchzähne gesprochen werden. Den Zähnen und dem Zahnhalteapparat kommt in der Veterinärmedizin eine große Bedeutung zu. In unserer Ordination wird Zahnstein mit einem modernen Ultraschallzahnsteinentferner aus der Humanmedizin beseitigt. Dies ermöglicht vielen Katzen und Kleinhunden, dass sie auch noch im Alter kraftvoll zubeißen können. Der Tierbesitzer freut sich nach einer Dentalsanierung über den wohlriechenden Atem seines Tieres. Außerdem wird das Immunsystem im Maul und Kopfbereich entlastet, da die Bakterien und Entzündungsprodukte am Zahn und Zahnhalteapparat mitentfernt werden.

 Damit es aber gar nicht zum Schlimmsten (Zahnextraktion) kommt, und die Intervalle der Zahnsteinentfernung so lange wie möglich gehalten werden können, gibt es auch individuelle Zahnhygieneberatungen für die Tierbesitzer mit Schulung am Patienten. Moderne Hygienesysteme erleichtern es dem Tierbesitzer, die Zähne seines Tieres lange gesund zu erhalten.

Auch Therapiemaßnahmen wie Wurzelbehandlungen, Kronen oder Korrigierung von Fehlbissen sind mittlerweile in der Veterinärmedizin möglich. Zu diesem Zweck überweisen wir sie gerne zu dafür spezialisierten Kollegen.