Schmerzambulanz

Chronische Schmerzen kommen mit zunehmendem Alter bei unseren Patienten häufiger vor als augenscheinlich erkennbar ist. Diese zu diagnostizieren und bestmöglich zu therapieren stellt ein besonderes Interesse in unserer Ordination dar. Schmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern haben auch weitere negative Folgen – die Wunden heilen schlechter, das Immunsystem ist geschwächt, das Tier ist weniger aktiv und baut Muskeln ab, die Durchblutung ist gestört, das Tier frisst weniger und fühlt sich unwohl. In jedem Fall dauert die Heilung länger, wenn das Tier unter Schmerzen leidet.

Typische Schmerzanzeichen sind Speicheln, die Tiere belecken sich, entlasten schmerzende Gliedmaßen, halten den Körper verändert oder sind angespannt. Auch chronische Schmerzen beim Tier fallen oft nicht direkt auf. So bewegen sich Hunde mit Arthrose schmerzbedingt nach und nach immer weniger. Katzen mit Wirbelsäulenschmerzen putzen gerade die Gegend um den Schwanzansatz weniger oft da gerade die maximale Biegung schmerzhaft wäre. Dadurch kann es passieren, dass man diese schleichenden Schmerzen mit einer normalen Alterserscheinung oder mangelndem Bedürfnis der Körperpflege verwechselt wird.

Gerade die Erstordination in der Schmerzambulanz ist durch die genaue Befunderhebung des Verhaltens des Patienten und der klinischen Untersuchung etwas zeitintensiver und wird daher meist außerhalb der regulären Ordinationszeit durchgeführt.