Katzenthemen

Ihre Katze ist krank? Dann zögern Sie nicht und besuchen Sie Ihre Veterinärmediziner in Linz – hier finden Sie vorab einige Ratschläge.

Was ist PKD?

Das polyzystische Syndrom ,engl. Polycystic Kidney Disease oder PKD, ist eine erbliche Nierenkrankheit, welche bei Perserkatzen gefunden wurde. PKD wurde im Jahr 1967 zum erstenmal sporadisch in einzelnen Zeitschriften erwähnt. Tiefergehende Studien fanden bis zum Jahr 1990 nicht statt. Erst Stephen Di Bartola untersuchte an der Ohio State University die Zusammenhänge um die PKD genauer.

Was verursacht die Krankheit bei den Katzen?

PKD ist eine Krankheit welche sich erst im späteren Leben, durch Zysten und in weiterer Folge durch Nierenfehlfunktionen bemerkbar macht. Die Krankheit bricht zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr aus. Die Krankheit ist erblich (autosomal dominant) und Zysten sind häufig schon bei Jungtieren nachweisbar. Die Größe der Zysten kann variieren von ca. 1 mm bis mehrere cm. Probleme entstehen, wenn die Zysten anfangen zu wachsen und sich fortschreitend erweitern und die Nieren somit die Funktionsfähigkeit verliert. In diesem Stadium zeigt die Katze Symptome einer Nierenschwäche bzw. Nierenversagen in Form einer Urämie.

Klinische Symptomatik

Manche der klinischen Untersuchungen ergeben eine Schwäche der Katze, mangelnder Appetit, übermäßigen Durst, häufiges urinieren und Gewichtsverlust. Einzelne Zysten können auch in der Leber und in der Gebärmutter nachgewiesen werden.

Wie wird PKD diagnostiziert?

PKD ist mittels Ultraschall zu diagnostizieren. Ultraschall ist eine für das Tier gut verträgliche Methode, welche die Krankheit bereits im Frühstadium anzeigt. Mit moderner Ausrüstung und ausgebildetem Personal kann die Untersuchung bereits im Alter von 12 Wochen durchgeführt werden, doch je Älter die Katze, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Zysten nachzuweisen sind. Wenn die Katzen ein Alter von 10 Monaten erreicht haben, sind die Zysten bei erkrankten Katzen mit großer Wahrscheinlichkeit nachweisbar.

Wie erfolgt die Behandlung nach dieser Diagnose?

Es gibt keine spezielle Behandlungsmethode, sondern entspricht der Therapie wie bei einer chronischen Nierenschwäche. Durch diesen Umstand der fehlenden Heilungsmöglichkeiten kommt der Ultraschalluntersuchung der Elterntiere sehr große Bedeutung zu um gesunde Nachkommen zu erhalten.

Katzenrassen Kurzinfo

Die Standards der Rassekatzen werden von der FIF = "Federation Internationale Feline" vorgegeben. Man kann 3 Hauptgruppen unterscheiden: 1. robuster Typ (rechteckiger oder runder Kopf, gedrungener Körper, kurze und kräftige Beine / Eindruck: mächtig und imponierend) 2. muskulöser Typ (runder Kopf, mittelgroßer Körper, langer und mitteldicker Schwanz / Eindruck: agil und kräftig) 3. schlanker Typ (dreieckiger Kopf, schlanker Körper, langer und spitzer Schwanz, lange Nase / Eindruck: geschmeidig, nicht dürr, wohlgeformte Muskeln).

Kurzbeschreibungen einiger Katzenrassen:

Abessinier

Körpermerkmale: langer, spitz zulaufender Schwanz; keilförmiger Kopf; mittellange Nase; mandelförmige, große und leuchtende Augen; weit auseinandergesetzte, große und abgerundete Ohren; geschmeidiger, muskulöser Körper; lange, schlanke Beine; prächtiger, agiler, sehr eleganter Gesamteindruck / Fell: kurze, dicht am Körper anliegende, feine Haare / Farbe: einfarbig rotbraun, wildfarben, blau-grau, mattes beige - jeweils mit einer sehr schwachen Tigerzeichnung an Kopf, Beinen, Brust und Schwanz / Charaktereigenschaften: sehr lebhaft, starker Bewegungsdrang, liebevoll / Die Katze wurde 1860 von Abessinien nach England gebracht und 1929 als Rasse anerkannt. Sie ist nicht zur Wohnungshaltung ohne Garten geeignet.

Burma

Körpermerkmale: gerader, mittellanger Schwanz; leicht runder, keilförmiger Kopf; abgerundete Nase; weit auseinanderstehende, große Augen; leicht nach vorne geneigte, große Ohren; gedrängter, muskulöser Körper; feine Beine; verfügt ebenso wie ihre nahe Verwandte, die Siamkatze über eine sehr kräftige Stimme; eleganter, exotischer Gesamteindruck / Fell: kurze, eng am Körper anliegende, feine und glänzende Haare / Farbe: einfarbig braun, blau, chocolate, lilac, rot, seal-tortie / Charaktereigenschaften: neugierig, lebhaft, kaum schreckhaft / Die Burmakatze gehört zu den Katzen, die in vergangenen Zeiten als Gottheit verehrt wurden. Sie soll aus burmesischen Klöstern stammen.

Kartäuser

Körpermerkmale: an der Spitze abgerundeter, gleichmäßig dicker Schwanz; runder Kopf; gerade und breite Nase; runde, große, orange oder kupferfarbene Augen; mittelgroße, runde Ohren; schwerer und muskulöser Körperbau; kurze, stämmige Beine; molliger, mehr kräftiger als eleganter Gesamteindruck / Fell: gleichmäßig kurze, dichte, vom Körper abstehende Deckhaare / Farbe: sämtliche Blautöne / Charaktereigenschaften: zutraulich, selbstsicher, relativ ruhig / Die Kartäuserkatze stellt eine sehr alte Rasse dar. Sie wurde bereits 1735 erwähnt.

Maine Coon

Körpermerkmale: langer, spitz zulaufender Schwanz mit wehenden, langen Fell; breiter Kopf; mittellange Nase; weit auseinanderstehende, große und leicht schräge Augen; spitz zulaufende Ohren; muskulöser, kräftiger, mittelgroßer bis großer Körper; kräftige, mittellange Beine; robuster, muskulöser Gesamteindruck / Fell: an Kopf und Schultern kurz und dicht, zum Bauch hin lange, grobe und glatte Deckhaare / Farbe: unzählige Farbvarianten; zum Beispiel blau gestromt, schildpatt oder braun smoke / Charaktereigenschaften: zutraulich, zärtlich, relativ lebhaft / Die Maine Coon Katzen wurden im 19. Jahrhundert aus der Türkei nach Amerika eingeführt.

Perser

Körpermerkmale: volle Halskrause über Schultern und Nacken; behaarte Wangen; buschiger Schwanz; kräftiger, gedrungener Körper; runder und breiter Kopf; platte Nase; große, runde Augen; kleine abgerundete Ohren; kurze, stämmige Beine; gut entwickelte Muskeln; untersetzter Gesamteindruck / Fell: langes, dichtes und seidiges Haar / Farbe: Perserkatzen werden in den verschiedensten Farben gezüchtet. Zum Beispiel: weiß, schwarz, blau, lilac, chocolate, rot, creme, colourpoint, silber, gestromt, schildpatt oder smoke / Charaktereigenschaften: ruhig, zurückhaltend, edel, zärtlich, gutmütig / Die ersten Berichte über die Züchtung von Perserkatzen stammen aus dem Jahr 1871. Aufgrund ihres langen und dichten Fells müssen sie täglich gebürstet werden.

Siam

Körpermerkmale: langer, spitzer Schwanz; keilförmiger Kopf; spitze, lange Nase; mandelförmige und hellblaue Augen; spitze Ohren; muskulöser Körperbau; schlanke, lange Beine; verfügen über die durchdringendste und lauteste Stimme aller Katzen; geschmeidiger, anmutiger und typisch orientalischer Gesamteindruck / Fell: glatt anliegende, feine, glänzende, kurze Haare / Farbe: Das Fell ist am Körper hell (beige oder weiß) und im Gesicht, an den Ohren, den Pfoten und dem Schwanz dunkel (schwarzbraun, schokoladenbraun, lilac oder blaugrau). Charaktereigenschaften: sehr lebhaft und ausgelassen, neugierig, zeigen deutlich ihre Ab- bzw. Zuneigung / Die Normen für diese Rasse wurden um 1880 festgelegt.

Fortpflanzung

Kätzinnen werden mit ca. 9 Monaten, Kater zwischen dem 9., manchmal aber auch erst 24. Monat geschlechtsreif. Von diesem Moment an beginnen die Kater in der Wohnung als auch im Freien ihr Revier mit Urin zu markieren. Kätzinnen werden in regelmäßigen Abständen "Rollig". Dabei wälzen sie sich stark maunzend und gurrend am Boden. Wenn sie nicht gedeckt werden, kann sich eine Dauerrolligkeit entwickeln, welche durchaus gesundheitsgefährdende Folgen haben kann. Deshalb sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen, wenn man nicht mit dem Tier züchten möchte. Diese sollte erst durchgeführt werden, wenn die Tiere geschlechtsreif und zu voller körperlicher Schönheit herangewachsen sind. Die Tragzeit beträgt zwischen 62 und 67 Tage. Dann kommen in Abständen von etwa 30 - 40 Minuten die ca. 4 bis 6 Jungen zur Welt. Sie wiegen 70 - 130 Gramm, sind voll entwickelt, aber blind und taub. Die Augen öffnen sich nach 8 - 10 Tagen, wobei die Pigmentierung erst nach 5 Wochen einsetzt. Ab dem 14 - 21 Tag beginnen sie zu hören. Nachdem sie ungefähr 4 Wochen lang gesäugt wurden, beginnt die Entwöhnung.

Impfungen

Es existieren 5 gefährliche Infektionskrankheiten, gegen die eine Impfung möglich und je nach Haltungsform notwendig ist: 1. Die Katzenseuche (Viruserkrankung) 2. Der Katzenschnupfen (verschiedene Infektionserreger) 3. Die Tollwut (Viruserkrankung) 4. Die Katzenleukose (Viruserkrankung) 5. Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP = ansteckende Bauchfellentzündung).

Häufige Krankheiten

Neben den im Kapitel Impfungen erwähnten Krankheiten gibt es noch weitere, welche ebenfalls tödlich verlaufen. Zum Beispiel der 1987 entdeckte Feline Immunschwäche-Virus (FIV), der mit dem menschlichen HIV-Virus verwandt ist. Die Krankheit wird durch Blut, Mutter-Kind-Vererbung oder Speichel (Bisse, gemeinsamer Futternapf, gegenseitiges Lecken) übertragen. Sie äußert sich durch Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Ausbildung von Tumoren und Schädigung innerer Organe. Diese Symptome treten meist erst Jahre nach der Infektion auf.

Ein Impfschutz existiert zur Zeit nicht. Man kann an vielen verschiedenen Symptomen erkennen, ob eine Katze erkrankt ist: - häufiges Kratzen oder Beißen an der Haut - Reizungen an Ohr/Auge/Nase, verbunden mit Ausfluss - Appetitlosigkeit - Apathie des Tieres - übermäßiges Trinken - anhaltender Durchfall oder Erbrechen - Probleme beim Absetzen von Kot und Urin - Humpeln/Lähmungen von Gliedmaßen - Beschwerden beim Atmen - Krämpfe/Kollabieren - angeschwollener Bauch - erhöhter Haarausfall/kahle Stellen - Blutaustritt aus einer Körperöffnung - häufiges Niesen/Husten - Gewichtsverlust. Wann immer eines oder mehrerer derartiger Symptome beobachtet wird, sollte die Katze unverzüglich einem Tierarzt vorgestellt werden, da in manchen Fällen akute Lebensgefahr bestehen kann und einige Krankheiten nur im Frühstadium behandelbar sind. Es können innere oder äußere -erworbene, ererbte oder rassespezifische- Krankheiten, aber auch Vergiftungen, Parasiten, Ernährungs- u. Haltungsfehler, verschluckte Fremdkörper, Verbrennungen oder Verletzungen die Ursache dafür bilden.

Zu den Parasiten gehören Flöhe, Zecken, Läuse, Milben und Flechten, welche auf der Katze sowie Sporentierchen, Band-, Spul- und Hakenwürmer, welche in der Katze leben. Außenparasiten entfernt man mit Insektizidsprays, Bäder oder Cremes, bzw. durch Herausdrehen (Zecken). Die Innenparasiten werden mit Hilfe einer Wurmkur abgetötet. Diese muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um einem Befall vorzubeugen. Eine weitere sehr gefährliche Gefahrenquelle stellen ungesicherte Balkone oder Fenster dar. Unzählige Katzen ziehen sich bei Stürzen (auch aus geringer Höhe) schwere oder tödliche Verletzungen zu.

Auch auf kipp gestellte Fenster müssen gesichert werden, da die Tiere beim Versuch hinauszugelangen oft im schrägen Zwischenraum hängen bleiben. Bei dem Versuch wieder herauszukommen quetschen sie sich immer mehr und mehr ein, was innere Verletzungen zur Folge hat.