Hundethemen

Typische Hundethemen oder Hunde-Krankheiten finden Sie auf dieser Seite. Besuchen Sie Ihren Tierarzt in Linz, wenn Ihr Hund krank ist.

Juckreiz

Der Juckreiz der Hunde kann verschiedene Ursachen haben, sehr naheliegend und häufig sind Flöhe. Sie sollten Ihre Hunde als erstes mit einem wirksamen Mittel gegen Flöhe behandeln. Wichtig ist es, alle Tiere im Haushalt zu behandeln und auch die Schlafplätze der Tiere mit dem Antiflohmittel zu versehen. Ein gutes Flohmittel können Sie bei Ihrem Tierarzt bekommen. Sie selber brauchen kaum Angst haben den Hundeflöhen zum Opfer zu fallen, denn Hundeflöhe beißen Menschen nur kurz, wenn überhaupt. Die Hauttemperatur des Menschen ist für den Hundefloh nicht angenehm, daher verlässt er ihn nach kurzer Zeit wieder. Tritt damit keine Besserung ein, sollten Sie die Tiere vom Tierarzt auf andere Parasiten untersuchen lassen. Es kann natürlich auch noch eine Allergie der Hunde am Juckreiz schuld sein.

Allgemein gilt, dass Juckreiz bei fast allen Hauterkrankungen in unterschiedlichem Ausmaß auftritt und somit die Diagnose und auch die weitere Therapie nur von einem Tierarzt gestellt werden kann.

Grasfressen

Doch Achtung frisst Ihr Hund Gras, erbricht es wieder und ist matt sollten Sie einen Tierarzt konsultieren. Wenn Sie hochwertiges Markenfutter füttern, können Sie sicher sein, dass Ihr Hund alle Vitamine und Mineralstoffe bekommt die er braucht. Füttern Sie jedoch selbst zusammengestelltes Futter, müssen Sie darauf achten, dass die Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung ausgewogen ist.

Mund oder Maulgeruch

Unangenehmer Geruch aus dem Maul kann verschiedene Ursachen haben. Häufig steckt jedoch eine Entzündung des Zahnfleisches durch Zahnstein dahinter. Dieser Zahnstein muss unbedingt vom Tierarzt entfernt werden, da sonst das Zahnfleisch soweit zurückgedrängt werden kann, bis die Zähne ausfallen.

Ist das Gebiss wieder sauber kann man die Neubildung des Zahnsteins durch verschiedene Pflegemaßnahmen der Zähne verringern bis ganz verhindern.

Die beste Pflege ist das Zähneputzen mit spezieller Hundezahnbürste und Hundezahnpasta. Zwei bis dreimal in der Woche Zähneputzen kann die Bildung von Zahnstein stark reduzieren. Lässt sich ihr Hund trotz vorsichtiger Gewöhnung das Zähneputzen nicht gefallen, können Sie ihm alternativ spezielle Zahnreinigungsstreifen, Büffelhautknochen oder rohe Karotten anbieten, welche beim Kauen die Zähne pflegen. Auch spezielles Trockenfutter zur Zahnreinigung reinigt die Zähne beim Zerbeißen.

Lassen Sie regelmäßig die Zähne ihres Hunde kontrollieren (z. B. bei der jährlichen Impfung), damit Zahnbeläge rechtzeitig entfernt werden und keine Entzündung des Zahnfleisches entsteht

Baden von Hunden

Mit reinem Wasser können Sie Ihren Hund täglich waschen. Da manche Hunde (z.B. West-Highland White Terrier) durch ihre weiße Farbe sehr empfindliche Haut haben, sollten Sie beim Baden mit Shampoo vorsichtig sein. Einmal in der Woche ein Vollbad mit einem speziellen Hundeshampoo vertragen aber fast alle Hunde ohne Probleme. Achten Sie beim Waschen gut darauf, dass keinerlei Wasser und Shampoo in die Ohren und in die Augen gelangt. Sparen Sie daher, wenn möglich, den Kopf beim Vollbad aus. Reinigen Sie die Ohren nur mit speziellen Ohrreinigungsmitteln und reinigen Sie auch damit nur die äußere Ohrmuschel. Wegen dem speziellen Bau des Hundeohrs muss die Reinigung des Gehörgangs unbedingt einem Tierarzt überlassen werden

Trächtigkeit

Für einen Laien ist es erst sehr spät zu erkennen, ob eine Hündin trächtig ist. Der Tierarzt kann ab der dritten Woche nach dem Deckzeitpunkt mit Hilfe des Ultraschalls eine Trächtigkeit erkennen. Mit viel Glück und Erfahrung kann man ab der vierten Woche die Trächtigkeit ertasten. Ab der 6. Woche kann man die Kleinen am Röntgenbild sehen und ab der 7. Woche kann man sie auch ertasten. Alle anderen Anzeichen sind sehr unsicher, da es bei Hündinnen auch sehr oft zur Scheinträchtigkeit kommt. Die kann soweit gehen, dass die Hündin Milch bildet ohne Junge zu bekommen.

Ab einer definitiven Bestätigung der Trächtigkeit mittels Ultraschall sollte damit begonnen werden das Futter für die trächtige Hündin umzustellen. Am besten wechseln Sie ab diesem Zeitpunkt langsam auf eine hochwertiges Welpenfutter. Damit bekommt die Hündin während der Tragezeit und während der Laktation alles was Sie braucht.

Läufigkeit und Kastration

Hündinnen werden in einem Alter zwischen 6 und 9 Monaten geschlechtsreif. Ab diesem Zeitpunkt werden sie in der Regel zweimal im Jahr läufig. Die Läufigkeit dauert ca. 3-4 Wochen. Auf dem Höhepunkt Ihrer Läufigkeit (ca. eine Woche lang) verlieren sie etwas Blut, wobei die Intensität und Dauer des "färbens" von Hund zu Hund und von Rasse zu Rasse unterschiedlich ist. In dieser Zeit sind sie bereit, sich mit Rüden zu paaren. Da die Länge der Läufigkeit je nach Rasse und Hund zwischen einer bis 4 Wochen dauern kann, und auch die Deckbereitschaft zwischen einer und zwei Wochen variieren kann, sollten Sie die Hündin, solange sich die Rüden für sie besonders interessieren, nicht mit diesen zusammen lassen. Die Rüden wissen am besten, wie lange sie eine "Chance" haben. Falls Sie keinen Nachwuchs wollen, würde ich empfehlen, die Hündin kastrieren zu lassen.

  • Wesentlich geringeres Tumorrisiko des Gesäuges
  • Vermeidung lebensbedrohlicher Gebärmuttervereiterung
  • Häufige "Scheinträchtigkeit" nach der Läufigkeit
  • Belästigung durch Rüden während der Läufigkeit
  • Ungewollte Schwangerschaft bei "Unfällen"

Hormoninjektionen zur Läufigkeitsunterdrückung sind aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (Tumorinzidenz, Pyometra,...) keine medizinisch sinnvolle Alternative.

Punkte die Sie wissen sollten:

  • Einige Rassen (besonders Langhaardackel, Münsterländer, Spaniel, ...) können durch die Entfernung der Eierstöcke ein "Babyfell" (sehr dünnes stumpfes Haarkleid) bekommen, überlegen Sie ob Sie diese möglichen Fellveränderungen ertragen.
  • Manche kastrierte Hündinnen (hpts. über 20kg) können eine Harninkontinenz entwickeln. In fast allen Fällen kann diese Komplikation jedoch durch gut verträgliche Medikamente behoben werden.
  • Bei kastrierten Hündinnen stellt sich der Stoffwechsel um - sie brauchen nicht so viel Futter, um ihre Funktionen aufrecht zu erhalten. Aber wie jedes Lebewesen werden auch kastrierte Hündinnen nur vom Futter, und nicht vom Operieren dick.

Nähere Informationen und Erklärungen zu einzelnen Aspekten werden vor jeder Kastration mit dem Tierbesitzer besprochen.

Hüftgelenksdysplasie (=HD)

Leider ist die Hüftgelenksdysplasie zum großen Teil genetisch bedingt und kann in schweren Fällen nur operativ behoben werden, in leichteren Fällen kann durch Futter, Bewegung und tierärztlicher Betreuung das Krankheitsbild deutlich gebessert werden. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass bei Hunden, welche diese Veranlagung haben, die schwere der Ausprägung durch das Futter verringert werden kann. Dabei war es jedoch unerheblich, wie hoch der Proteinanteil in der Nahrung war. Ausschlaggebend in diesen Studien war jedoch, dass der Hund langsam wächst, d.h. dass nicht zuviel Energie gefüttert wird! Die Endgültige Größe Ihres Hundes ist festgelegt, diese können Sie mit dem Futter nicht beeinflussen, aber die Wachstumsgeschwindigkeit ist fütterungsbedingt und beeinflusst ganz entscheidend den schweregrad der HD. Normales Juniorfutter hat für einen großwüchsigen Hund meist zuviel Energie, daher sollten Sie unbedingt auf ein Juniorfutter für sehr große Hunde wechseln. (z.B. Eukanuba, ....).

Der zweite wichtige Punkt ist, dass eine ausgewogene Menge an Calcium und Phosphor im Futter enthalten ist. Füttern Sie dafür ausschließlich das Juniorfutter. Jedes Verdünnen des Futters mit z.B. Fleisch oder Essensresten führt zu einer zu geringen Mineralstoffversorgung. Füttern Sie aber zum Juniorfutter auf keinen Fall zusätzlich Mineralstoffmischungen, denn ein zuviel an Mineralstoffen ist genauso schädlich wie eine Unterversorgung.

Nochmals die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Füttern Sie ein Juniorfutter für große Rassen bedarfsgerecht für Ihren Hund.
  • Füttern Sie keine anderen Sachen, vor allem auch keine Mineralstoffmischungen zusätzlich.
  • Schränken sie auch die Bewegung ein, bis der Hund ausgewachsen ist (kein zu langes Fahrradfahren)

Infektionskrankheiten bei Hunden

Ihr vierbeiniger Freund wird von verschiedenen gefährlichen Viren und Bakterien bedroht. Bei Junghunden treten verstärkt durch den zunehmenden Import von Hunden aus den östlichen Nachbarländern vor allem Parvovirus (= „Katzenseuche“) und Staupeerkrankungen auf. Parvoviren verursachen durch massive Schädigung der Dünndarmschleimhaut akute blutige und lebensbedrohende Durchfälle.

In der Ordination für Kleintiere können wir mit einem Schnelltest Parvoviren nachweisen. Das Virus wird millionenfach mit dem Kot ausgeschieden, ist in der Außenwelt Monate bis Jahre ansteckend und kann indirekt (z. B. durch Schuhe) übertragen werden. Durch die übliche jährliche Impfung, eine gute Grundimmunisierung vorausgesetzt, ist ihr Hund gegen diese beiden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten weitestgehend geschützt. Eine weitere Vorbeugung besteht gegenüber infektiöser Hepatitis, Leptospirose, Tollwut und gegen Zwingerhusten (bei manchen Impfstoffen). Jedes Tier sollte zum Zeitpunkt der Impfung entwurmt sein, damit die Antikörperbildung möglichst intensiv ist. Im Zuge der Allgemeinuntersuchung vor jeder Impfung können Krankheitssymptome früher, als sie vielen Tierbesitzern auffallen würden, erkannt werden. Somit ist die Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten doppelt wertvoll, weil die Impfung oft der einzige Tierarztkontakt im Jahr ist.

Ebenso sind Impfstoffe gegen zwei weitere durch Zecken übertragbare Infektionskrankheiten verfügbar, nämlich die Borreliose (= bakterielle Infektion in bestimmten Waldgebieten...) und die Babesiose (=Bluterkrankung in Ost-Österreich, Ungarn und den Mittelmeergebieten).

Die Infektionsgefahr durch die unliebsamen Blutsauger verdeutlicht die Notwendigkeit einer effektiven Zeckenprophylaxe (ein Wirkstoff der den Zeckenbefall verhindert). Mit diesem Schutz vor Zecken ist es möglich die Flohprophylaxe zu kombinieren.

Die zuvor erwähnten Zusammenhänge zeigen, dass bei der jährlichen Impfung umfassende Beratung zu anderen Themen erforderlich ist um einen optimalen Schutz, gegen Infektionskrankheiten, für ihren Hund zu gewährleisten.